In Folge der rasanten Ausbreitung des Corona-Virus gibt es für viele Unternehmen nur noch eine Möglichkeit, die Arbeit aufrecht zu erhalten: Alle Mitarbeiter müssen ins Homeoffice. Auch uns bei der Limbeck Group geht es nicht anders. Doch wir sind guter Dinge und geben weiterhin hundert Prozent. Nur mit dem Unterschied, dass jetzt fast alles digital läuft. Beratung via Facetime und Zoom – und unsere Telesales-Mitarbeiter sind wie gewohnt mit Hörer und Headset aktiv, nur eben Zuhause. Wie gehen Sie mit der Situation um? Natürlich stelle ich mir als Geschäftsführer auch die Frage, wie die Zusammenarbeit auf Dauer funktionieren soll, wenn alle daheim vor ihrem Rechner sitzen und weder persönliche Meetings noch Kundentermine realisierbar sind. Die aktuelle Situation ist herausfordernd. Doch ich bin überzeugt davon, dass sich daraus auch Chancen ergeben. Vorausgesetzt, Führungskräfte behalten einen kühlen Kopf und führen ihr Team mit klaren Ansagen.

Zusammenhalt als Team – auch im Homeoffice

Ein Tag im Homeoffice mag angenehm sein, auch noch zwei oder drei. Doch was ist, wenn daraus zwei, drei oder mehr Wochen werden? Aktuell ist nicht klar, wie lange sich die Pandemie hinziehen wird. Es ist für Führungskräfte daher unabdingbar, den Teamspirit ihrer Mannschaft aufrecht zu erhalten. Damit nicht jeder allein vor sich hinarbeitet, empfehle ich regelmäßige virtuelle Meetings – zum Beispiel via Zoom, Microsoft Teams oder andere Anbieter. Sie machen in Ihrem Team jeden Morgen ein kurzes Standup-Meeting? Auch das lässt sich prima online durchführen. Ebenso kann ein Meeting am Tagesende sinnvoll sein, um sich über die tagesaktuellen Fortschritte nochmal auszutauschen und den Arbeitstag gemeinsam abzuschließen. Auch wenn es auf den ersten Blick Kleinigkeiten sind – mental sind solche Maßnahmen enorm wertvoll für Ihre Mitarbeiter.

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Klare Regeln vs. Vertrauen

Gerade für Unternehmen, die stark in einer Präsenzkultur verhaftet sind, ist die aktuell unumgängliche Verlagerung ins Homeoffice eine Herausforderung. Zugegeben: Auch der Vertrieb ist jetzt nicht gerade die Branche, in der Homeoffice gang und gäbe ist. Gute Organisation vorausgesetzt, ist es jedoch auch hier nicht nötig, dass alle Mitarbeiter immer im gleichen Office sind. Kundentermine lassen sich auch als Videotelefonate abwickeln – und die nötigen Informationen zur Angebotserstellung können auch per Mail an den Innendienst weitergegeben werden. Idealerweise sorgen VPN-Tunnel und externer Zugriff auf das CRM-System dafür, dass die Arbeit auch jetzt in den eigenen vier Wänden reibungslos läuft.

Führungskräfte müssen jetzt Vertrauen beweisen – und loslassen können. Ganz ehrlich: Wenn ein Mitarbeiter keinen Spaß an seiner Arbeit hat, merken Sie das auch, wenn er im Büro sitzt. Körperliche Anwesenheit ist keine Garantie für Leistung. Für mich ist es selbstverständlich, dass ich meinen Leuten vertraue. Auch dann, wenn ich ihnen nicht regelmäßig über die Schulter schauen kann.

Klare Regeln braucht es für die Heimarbeit jedoch trotzdem aus meiner Sicht. Denn Homeoffice ist kein Sonderurlaub. Auch dann nicht, wenn Ihre Mitarbeiter Kinder haben, die sie jetzt ebenfalls betreuen müssen. Starre Arbeitszeiten sind gerade in diesem Fall nicht die beste Lösung. Ich rate Ihnen daher dazu, mit Ihren Teammitgliedern individuelle Zielvereinbarungen zu treffen. Legen Sie gemeinsam fest, welche Aufgaben bis wann erledigt sein sollen. Unabhängig davon, ob die Arbeit zu „normalen“ Zeiten erledigt wird – oder eben frühmorgens / abends, wenn die Kinder schlafen oder der Partner die Betreuung übernehmen kann. Wir müssen jetzt alle bestmöglich improvisieren.

Spürbare Führung

Auch wenn alle Ihre Mitarbeiter im Homeoffice sind, bedeutet das nicht, dass Sie als Führungskraft überflüssig sind. Eher im Gegenteil: Gerade jetzt brauchen Ihre Leute Ansprache und klare Signale. Feedback ist jetzt wichtiger denn je – nehmen Sie sich also die Zeit für individuelle Telefonate, um Ihren Teammitgliedern deutlich zu machen, dass Sie ihre Arbeit wahrnehmen und wertschätzen. Und natürlich auch, um gemeinsam neue Ideen zu entwickeln und zu planen, wie es weitergehen wird. Ich habe in den letzten Tagen gefühlt nur telefoniert oder hatte einen Videocall nach dem nächsten – und das ist gut so! Denn auch die Geschäftsfelder verändern sich durch die aktuelle Situation. Trainings und Keynotes sind gerade nicht gefragt – dafür haben wir schon mehrere Anfragen und Buchungen unserer Online Academy erhalten. Uns stehen spannende Zeiten bevor, soviel steht fest.

Bleiben Sie gesund und machen Sie das Beste daraus – mit Motivation, die bleibt.

Ihr Martin Limbeck