Haben Sie sich schon mal gefragt, wie alt Unternehmen im Durchschnitt werden? Namen wie Daimler, Siemens oder Warsteiner haben mich schon mein ganzes Leben lang begleitet. Doch tatsächlich sind diese Konzerne eher die absolute Ausnahme! In der heutigen Zeit liegt die durchschnittliche Lebenserwartung eines Unternehmens bei gerade einmal neun Jahren. Woran das liegt und was Unternehmen tun können, um gegenzusteuern? Das erfahren Sie in diesem Beitrag.

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Verkaufen. Der Podcast von Martin Limbeck

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Digitale Transformation hat Innovationszyklen deutlich verkürzt

Eins vorweg: Dieses Phänomen ist weder nur auf Deutschland begrenzt noch auf eine bestimmte Branche. Egal ob Sie Vertriebstrainings, Autos, Baustoffe oder Süßwaren verkaufen. Unternehmen folgen einer natürlichen Lebensspanne, die mit der Geburt bzw. Gründung beginnt. Dann folgt eine Phase des Wachstums, dann eine längere Reifephase – und am Ende steht unumgänglich der Tod. Das hört sich erst einmal hart an, doch so ist das Leben. Diesen Zyklus hat es schon immer gegeben. Er hat sich allerdings in den letzten Jahren enorm beschleunigt. Die Märkte sind international geworden. Die Produktionsketten kürzer und schneller – und auch die Wünsche und Bedürfnisse unserer Kunden ändern sich immer häufiger. Es gibt einen stetigen Drang nach Innovation. Wer dieses Tempo nicht mitgehen kann, ist schon bald weg vom Fenster.

Der Haken an der Sache: Die digitale Transformation steigert sich zwar auf den Märkten rapide. Nicht jedoch in Unternehmen. Viele ruhen sich immer noch auf ihren vergangenen Erfolgen aus. Verstehen Sie mich nicht falsch! Ich liebe es, Erfolge zu feiern. Doch dann muss weiter rangeklotzt werden. Nehmen wir uns mal ein Beispiel aus dem Sport. Das Formel 1-Team von Mercedes konnte sich Anfang November bereits vorzeitig den Weltmeisterschaftstitel der Konstrukteure sichern. Und das zum siebten Mal in Folge! Dieser Erfolg beruht nicht allein auf überlegener Technik und einer herausragenden Performance der Fahrer Hamilton und Bottas. Sondern darauf, dass die komplette Mannschaft auf Weiterentwicklung gepolt ist. Boxenstopps werden täglich trainiert, unermüdlich werden noch bessere Aerodynamikteile entwickelt und anschließend im Windkanal und auf der Strecke getestet. Ebenso wird kontinuierlich an Motor, Getriebe und Chassis gefeilt – und das alles, während sich auch das Regelwerk von Jahr zu Jahr verändert.

Eine Krise allein vernichtet keine Unternehmen

Prof. Hermann Simon bringt es für mich treffend auf den Punkt: „Am Gewinn ist noch keine Firma kaputt gegangen.“ Und auch nicht an einer schlechten Wirtschaftslage allein. Schuld ist vor allem das Missmanagement, das in Krisenzeiten plötzlich ans Tageslicht kommt. Die meisten Unternehmen denken zu kurzfristig. Sie erhöhen ihr Budget im Vergleich zum Vorjahr lediglich um ein paar Prozent – und gehen davon aus, dass einfach alles so weiterläuft wie bisher. Hier machen langlebige Firmen etwas entscheidend anders: Sie stellen sich selbst in Frage. Sie experimentieren. Überprüfen, was sie gut können – und wie sie auf diesem Gebiet noch besser werden können. Sie entwickeln neue Produkte, Prozesse und Geschäftsmethoden. Die aktuelle Situation rund um Corona zeigt uns, dass auch diese Unternehmen nicht vor Krisen gefeit sind. Doch sie haben nicht den Kopf in den Sand gesteckt – sondern stattdessen neue Produkte entwickelt, für die es einen Bedarf gibt.

Uns ging es bei der LIMBECK® GROUP nicht anders: Auch wir mussten im Frühjahr alle Präsenztrainings absagen, ebenso wieder im November. Was haben wir getan? Wir haben uns darauf besonnen, wo unsere Kompetenzen liegen. Und was wir tun können, um dieses Know-how auch ohne persönlichen Kontakt an die Kunden zu bringen. Das Ergebnis ist unter anderem unsere Ausbildung zum Certified Remote Seller, in der wir Verkäufer fit machen für die Online-Beratung. Und natürlich unsere Online Academy, die inzwischen über 12.000 Teilnehmer erfolgreich durchlaufen haben.

Digitale Transformation: Haben Sie einen Plan B?

Der ausschlaggebende Faktor, ob ein Unternehmen kurz- oder langlebig ist, ist seine Innovationskraft – und seine Integrität. Als heutige Umsetzungsaufgabe kann ich Ihnen daher nur ans Herz legen, sich die folgenden Fragen zu stellen: Welche Prozesse laufen aktuell in Ihrem Unternehmen? Was können Sie tun, um sie im Kundensinne noch weiter zu verbessern? Wo sind Sie und Ihre Mitarbeiter für Ihre Kunden da? Wie können Sie den Kontakt noch weiter optimieren? Wie steht es um Ihre Bestandskunden und Ihre Beziehung zu ihnen? Kennen Sie alle Entscheider, alle wichtigen Laufwege und die internen Prozesse? Denn es geht nicht allein um Ihre Produkte! Leidenschaft ist ein zusätzlicher, wichtiger Faktor, der positiven Einfluss auf die Lebensdauer Ihres Unternehmens hat. Ich kann Ihnen daher nur dazu raten: Haben Sie immer ein Ohr am Kunden. Schauen Sie mit einem Auge, was Markt und Mitbewerber tun. Und schauen Sie mit dem anderen Auge nach vorn, um die nächsten Schritte zu planen und idealerweise immer einen Plan B (oder sogar C) in der Tasche zu haben!

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Glück auf!

Ihr Martin Limbeck