„Vor zwei Jahren sah die Welt noch ganz anders aus. Inzwischen leben wir zwangsläufig in ganz neuen Phasen von New Work“, meint Danny Herzog-Braune, Managing Partner und Founder von Paperwings Consulting. Doch was ist eigentlich New Work? Warum wir uns nicht verrückt machen lassen sollten und wie es gelingt, für die eigene Company den passenden Weg zu finden, beleuchte ich gemeinsam mit meinem Gast in einer neuen Podcast-Folge.


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New Work ist mehr als Homeoffice

Der Gedanke hinter „New Work“ ist inzwischen klar. Es geht darum, Arbeit neu zu gestalten durch die Nutzung von Technologien und Möglichkeiten, die wir bisher nicht ausgeschöpft haben. Im Fokus steht jedoch aktuell besonders ein einzelner Aspekt von New Work: Nämlich die Frage, wo Arbeit stattfinden soll und wo nicht.

Wir alle haben erlebt, dass unser Verständnis von Arbeit in den vergangenen zwei Jahren gehörig auf den Kopf gestellt wurde. Die deutsche Wirtschaft hat im wahrsten Sinne einen Tritt in den Allerwertesten bekommen. Denn sämtliche Unternehmen, Behörden, Verwaltungen, bei denen es immer hieß: „Homeoffice geht hier nicht!“ mussten plötzlich Wege finden, um genau das möglich zu machen.

In vielen Unternehmen wehren sich die Mitarbeiter jetzt regelrecht gegen eine Rückkehr an den Arbeitsplatz, Kündigungen bei Konzernen wie Tesla oder Apple gingen bereits durch die Medien. Manche fordern jetzt ein Gesetz, welches das Recht auf Homeoffice regelt. Ganz ehrlich: Gesetze sind hier in meinen Augen der völlig falsche Ansatz. Was sollen denn die Menschen sagen, die einen Beruf ausüben, der gar nicht im Homeoffice möglich ist? Das Thema wird hier meiner Ansicht nach zu hoch aufgehängt. Im Grunde genommen geht es auch gar nicht darum, wo gearbeitet wird oder nicht. Wir haben es hier vielmehr mit einem Vertrauensthema zu tun. Viele Führungskräfte stehen gerade vor der Herausforderung, ihre Werte neu zu definieren.

Ist dauerhaftes Homeoffice wirklich effektiv?

Ich bin kein Fan von Homeoffice, sage ich ganz ehrlich. Das liegt jedoch auch daran, dass wir bei der Limbeck Group viel dafür tun, dass sich unsere Mitarbeiter im Office wohlfühlen. Wir haben top-eingerichtete Büros, es gibt Noise-Cancelling-Kopfhörer, höhenverstellbare Schreibtische, neuste Technik … Wenn ich da sehe, dass nicht wenige Menschen zusammengekauert mit ihrem privaten Laptop am Couchtisch sitzen – das kann es doch nicht sein. Zumal viele sich in Sachen Remote Working auch nicht wirklich weiterentwickelt haben. Manche sind auf dem neusten technischen Stand, andere nutzen gefühlt immer noch das Bügelbrett aus dem ersten Lockdown als Laptop-Erhöhung.

In diesem Zusammenhang kann ich das PDF „10 Tipps, wie Sie im Homeoffice wirklich effektiv arbeiten“ von meinem Podcast-Gast Danny Herzog-Braune absolut empfehlen. Schauen Sie mal vorbei und achten Sie auf das Pop-up: https://paperwings-consulting.de/blog/

Hinzu kommt auch ein wichtiger Aspekt, den Danny in unserem Gespräch genauer ausführt. Wir dürfen bei aller Digitalisierung nicht vergessen: Wir sind Menschen und wir sind soziale Wesen. Ich schätze die Effizienz von Zoom-Meetings, keine Frage. Im letzten Jahr habe ich so viele Termine wie noch nie gehabt, da ja sämtliche Anfahrten weggefallen sind – oder ich sogar aus dem Auto heraus noch an Online-Calls teilgenommen habe. Was mir dabei allerdings aufgefallen ist: Dinge wie Körpersprache oder die Stimmung deines Gegenübers gehen dabei öfter mal unter. Das kann gerade bei der Arbeit im Team herausfordernd sein, wenn Dinge zu lange unausgesprochen bleiben und quasi unter dem Radar brodeln.

Meine Umsetzungsaufgabe für Sie: Schreiben Sie doch mal auf, ob Sie im Homeoffice tatsächlich die gleiche Konsequenz an den Tag legen wie im Office. Gibt es Bereiche, wo Sie konsequenter sein sollten? Und zwar nicht nur im Anfangen oder Erledigen von Aufgaben, sondern auch, wenn es darum geht, am Abend abzuschalten – im wahrsten Sinne des Wortes.

Glück auf! Ihr Martin Limbeck