Viele Führungskräfte können es nicht lassen, mitanzupacken. Weil sie das Gefühl haben, eine Aufgabe besser oder schneller erledigen zu können. Mir ging es früher ganz genauso. Was Sie dabei jedoch nicht vergessen dürfen: Auch Ihr Tag hat nur 24 Stunden. Und wenn Sie sich den kompletten Arbeitstag mit To-Dos zuknallen, die eigentlich ein Mitarbeiter machen könnte, bleibt keine Zeit mehr, um am Unternehmen zu arbeiten. Was Sie tun können, um das zu ändern und worauf Sie bei der Unternehmensführung achten sollten? Darüber habe ich mit Philip Semmelroth gesprochen. Er ist Keynote-Speaker, Vertriebsexperte, Autor des großartigen Buchs 55 Business-Turbos für KMU und Unternehmer mit Exit-Erfahrung.

Delegieren statt selber machen

Mein Podcast-Gast Philip Semmelroth hat es sehr schön auf den Punkt gebracht: „Ein Chef repariert keine Laptops!“ Und das gilt selbstverständlich nicht nur für die IT-Branche. Ein Chef klopft auch keine Fliesen von den Wänden und überarbeitet keine Werbetexte. Was er stattdessen tut: Diese Aufgaben an den jeweils dafür am besten geeigneten Mitarbeiter abgeben. Und sich dann um Strategie, Prozesse, Wachstum und so weiter kümmern.

Philip ist einer der ganz wenigen Unternehmer, die ich kenne, die das wirklich durchgezogen haben. Inzwischen hat er seine Company verkauft und widmet sich neuen Projekten, doch auch vorher war er als Chef nicht buchbar. Er hat zwar Neukundentermine geführt, vor Ort jedoch klipp und klar gesagt, dass es keine „Chefbetreuung“ geben wird. In aller Konsequenz hieß das, dass der Kunde auch keine Visitenkarte von ihm bekam. Sondern von dem Key-Account-Manager, der nach Vertragsunterschrift zuständig sein würde. Ganz großes Kino, wenn Sie mich fragen. Die Cochones musst du als Chef erst mal haben.

Was Unternehmensführung und Fußball gemeinsam haben

Gute Unternehmensführung bedeutet für mich, dass der Unternehmer der Cheftrainer ist. Er entwickelt neue Angriffsstrategien, stellt das Team auf und trainiert mit der Mannschaft. Er ruft Tipps und Motivation von der Seitenlinie aus zu. Doch er würde niemals aufs Spielfeld laufen und den Elfmeter selbst verwandeln.

Erkennen Sie sich darin wieder? Wie oft nehmen Sie sich vor, heute strategisch zu arbeiten – und dann müssen Sie doch wieder als Feuerwehr in irgendeiner Situation eingreifen? Und direkt die nächste Frage: Ist das wirklich nötig? Klar werden Ihre Mitarbeiter vielleicht nicht jede Situation zu Ihrer vollsten Zufriedenheit lösen. Doch wie soll Ihre Mannschaft das überhaupt lernen, wenn Sie ihr nicht die Möglichkeit geben? Es heißt nicht umsonst „Übung macht den Meister“!

Philip hat eine Art zu kommunizieren, die meiner recht ähnlich ist. Wir beide sind klar, wahr und auf den Punkt. Daher teile ich seine Ansicht voll und ganz, dass es in den meisten Fällen vor allem das eigene Ego ist, was im Weg steht. Klar ist es ein gutes Gefühl, von allen gebraucht zu werden und im Mittelpunkt zu stehen. Doch es ist nicht effizient. Und Ihr Unternehmen wird nur dann als Ganzes vorankommen, wenn es Profit macht. Also führen Sie Ihr Unternehmen, anstatt selbst Ihr fleißigster Mitarbeiter zu sein!

Wachsen Sie über sich hinaus

Sie sind Unternehmer und stehen gerade vor genau dieser Herausforderung? Dann habe ich noch einen besonderen Tipp für Sie: Schauen Sie mal auf https://gipfelstuermer.limbeckgroup.com vorbei. Gipfelstürmer ist meine exklusive Mastermind, in der ich mich mit Unternehmern wie Ihnen treffe und wir gemeinsam daran arbeiten, dass Sie das für Sie passende Modell der Unternehmensführung finden, über sich hinauswachsen und zum Marktführer in Ihrer Branche werden.

Viel Erfolg und Glück auf!

Ihr Martin Limbeck

Verkaufen. Der Podcast von Martin Limbeck

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