In jeder Krise steckt auch eine Chance. Ein Sprichwort, dass Sie sicherlich schon oft gehört haben. Die Herausforderung besteht allerdings darin, diese Chance auch zu erkennen und zu ergreifen. Denn nur so können Sie Krisen für Ihr persönliches oder unternehmerisches Wachstum nutzen. Ein Mann, der das bestmöglich umgesetzt hat, ist Marc Wallert. In unserer gemeinsamen Podcast-Folge erfahren Sie vom Bestseller-Autor und Keynote-Speaker, wie Sie in herausfordernden Situationen die Opferrolle hinter sich lassen und stattdessen gestärkt daraus hervorgehen.


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Verkaufen. Der Podcast von Martin Limbeck

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Raus aus der Opferrolle

Marc Wallert hat viel Führungserfahrung – und auch Entführungserfahrung. Im Alter von 27 Jahren überlebte er als Geisel 140 Tage im philippinischen Dschungel. In seinem SPIEGEL-Bestseller „Stark durch Krisen“ teilt er seine Überlebensstrategien, mit denen auch Sie stark durch den Dschungel kommen – im Leben wie im Business.

Am Anfang jeder Krise steht die Frage: Warum ausgerechnet ich? Warum passiert gerade mir das? Eine naheliegende Reaktion. Der Haken an der Sache: Selbstmitleid hilft nicht weiter, sondern es lähmt. Denken Sie mal an den Beginn der Corona-Pandemie zurück. Das Business ist in vielen Branchen zusammengebrochen, auch bei uns wurde ein Training nach dem nächsten storniert. In diesem Moment habe ich mich an etwas erinnert, was mir ein Mentor vor einigen Jahren mit auf den Weg gegeben hat: “Es ist wie es ist. Was willst du als nächstes?” Mit anderen Worten: Du kannst den Kopf in den Sand stecken und jammern. Doch dadurch verändert sich nichts. Entscheidend ist, dass du die Situation annimmst, wie sie ist – und dann nach vorne blickst.

Genau das erkannte Marc in seiner Krisensituation auch. Was er tat? Er suchte sich Verbündete unter den Geiseln und hat mit ihnen im Team zusammengearbeitet. Rückblickend entstanden durch diese Kooperation zwei Perspektiven auf die Situation.

Stark durch die Krise: Die zwei Perspektiven 

Für Marc ist heute klar: Die Message “Stark durch Krisen” können Sie auf zwei unterschiedliche Weisen betrachten.

  1. Einmal: Stark durch Krisen kommen. Welche Strategien helfen Ihnen, in der akuten Situation nicht den Kopf zu verlieren? Auch ausgefallene Strategien können hilfreich sein, wie etwa (Galgen-)Humor. Das lässt sich auch auf die Arbeitswelt übertragen: Wie kommen Sie mit Ihrem Unternehmen, mit Ihrem Vetrieb durch die Pandemie? Wie können Sie als Team zusammenarbeiten? Da spielt auch das Thema Agilität eine Rolle – Marc Wallert hat als Führungskraft flache Hierarchien und viele unterschiedliche Führungsrollen im Team gelebt. 
  2. Die zweite Betrachtungsweise meint: stark durch Krisen werden. Auch das ist Resilienz. Grundvoraussetzung dafür ist, dass Sie wissen, wofür Sie kämpfen. Sicher haben Sie es in Ihrem persönlichen Umfeld auch schon bemerkt: Menschen gehen unterschiedlich mit einer Krise um. Manche tun sich schwerer mit Niederlagen im Job. Andere zerbrechen am Scheitern einer persönlichen Beziehung, bewahren jedoch bei Herausforderungen im Job einen kühlen Kopf. Oft hängt es damit zusammen, wie stark du an etwas hängst. Wenn die Beziehung dein Dreh- und Angelpunkt ist und du dann deinen Partner verlierst, kann dir das den Boden unter den Füßen wegreißen.

Drei Tipps für mehr Resilienz

Die gute Nachricht: Resilienz lässt sich gezielt entwickeln. Sie können lernen, Herausforderungen anzunehmen und mit einer positiven Haltung zu meistern. 

Deshalb möchte ich Ihnen hier noch drei Tipps von Marc Wallert mitgeben:

Tipp 1: Wenn ein Tag besonders schwierig war, konzentrieren Sie sich am Ende des Tages auf drei positive Dinge, die der Tag gebracht hat. Wer sich auf positive Dinge fokussiert, lässt seine Angst automatisch hinter sich.

Tipp 2: Wichtig: Verlieren Sie die Realität nicht aus den Augen. Sie müssen das Risiko jederzeit im Blick behalten und rechtzeitig reagieren. 

Tipp 3: Seien Sie kein Stehaufmännchen. Agieren Sie nicht nach dem Motto “hinfallen, Krone richten, weitermachen“. Denn wer nach einem Rückschlag weitermacht wie vorher, dem droht die Wiederholungsfalle. Oft sind Krisen notwendig – sie beschleunigen längst überfällige Veränderungen. Ergreifen Sie diese Chance, reflektieren Sie Ihre Situation. Versuchen Sie nicht mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern schauen Sie, ob in der Wand nicht doch eine verborgene Tür ist.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg. Denken Sie daran – manchmal ist einfach noch ein Impuls nötig. Ich bin kein Freund davon, zu schnell aufzugeben. Wenn ich weiß, wofür ich kämpfe, knie ich mich nochmal zusätzlich rein und zeige der vermeintlichen Krise die rote Karte.

Glück auf!

Ihr Martin Limbeck