Sie bekommen jede Menge Bewerbungen, doch keine begeistert Sie so wirklich? Das bedeutet nicht, dass es keine guten Fachkräfte mehr gibt. Sondern eher, dass Sie Ihre Recruiting Strategie überdenken sollten. Worauf ich selbst als Unternehmer bei der Auswahl neuer Mitarbeiter achte? Das erfahren Sie in diesem Beitrag sowie in der zugehörigen Podcast-Folge mit Michael Silberberger.


Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von html5-player.libsyn.com zu laden.

Inhalt laden


Verkaufen. Der Podcast von Martin Limbeck

Vertriebsstoff zum Hören

Abonnieren Sie unseren Podcast und freuen Sie sich auf besten Vertriebsstoff zum Sonntagskaffee!

Für eine Gründung gibt es keinen falschen Zeitpunkt

„In der Krise ein Unternehmen gründen? Du bist doch wahnsinnig!“ Diese Reaktion haben sowohl ich als auch mein Freund Michael Silberberger zu hören bekommen. Und wir haben uns beide nicht davon abhalten lassen. Er hat mitten in der Pandemie eine Online Marketing Agentur gegründet – und ich habe die ANABIKO an den Start gebracht, mit der wir unseren Kunden „Sales as a Service“ anbieten. Als Unternehmer ist es mit das wichtigste, sich nicht von äußeren Einflüssen und den Meinungen anderer fremdbestimmen zu lassen. Schon 2011 während der Finanzmarktkrise habe ich gesagt: „Rezession ist die Konjunktur der Tüchtigen.“ Mit anderen Worten: Unternehmertum fragt nicht nach dem richtigen Zeitpunkt – sondern macht einfach.

Recruiting: Welches Bild transportieren Sie nach außen?

Gründen ist allerdings erst der Anfang – du brauchst auch Mitarbeiter. Und die passenden Leute zu finden, ist nach wie vor eine Herausforderung. Ich erinnere mich daran, dass zu Beginn der Krise viele vermuteten, dass der Arbeitsmarkt dadurch neu durchgemischt werden würde. Spätestens jetzt sollte jedoch klar sein, dass sich in Sachen Fachkräftemangel nichts geändert hat. Die guten Leute arbeiten nach wie vor in ihren Jobs, haben sich initiativ umorientiert oder sich selbstständig gemacht. Umso wichtiger ist daher das Thema Employer Branding geworden. Vor allem junge Menschen schauen heute darauf, für wen sie arbeiten wollen. Sie schauen nicht nur darauf, ob ihnen der Job zusagt, die Aufgabenbeschreibung und das Gehalt. Sie wünschen sich einen Arbeitgeber, mit dem sie sich identifizieren können. Dessen Werte sie teilen. Und ganz oben auf der Liste: eine gute Stimmung sowie eine inspirierende Teamkultur.

Das Mindset muss stimmen

Keine Frage, das wünsche ich mir als Unternehmer auch. Ich möchte Leute in meinem Team haben, die Bock haben. Die nicht die Stunden zählen, bis sie Feierabend machen können – sondern die meine Ideen mittragen und Lust haben, mit mir gemeinsam etwas zu bewegen. Und genau dieses Mindset, diese Werte und Gedanken müssen im Recruiting auch rüberkommen, damit Sie die richtigen Leute anziehen! Ich setze daher unter anderem auf die folgenden vier Mittel und Wege, um möglichst passende Mitarbeiter zu finden:

Vier Tipps, die Ihr Recruiting auf ein neues Level bringen

  1. Teamspirit erlebbar machen: Sei es durch einen Blogbeitrag zum Sommerfest, Facebook Postings und Insta-Stories, in denen die Mitarbeiter zusammen kochen, joggen gehen oder Fußball schauen.
  2. Probearbeitstag: Auf dem Papier kann viel stehen. Da Zeugnisse heutzutage fast ausschließlich toll sind auf Grund des Arbeitsrechts, mache ich mir lieber selbst ein Bild. Bei uns gibt es zwei Probearbeitstage, der Bewerber bekommt verschiedene Aufgaben – und ich beziehe mein Team auch in den Prozess mit ein. Denn in erster Linie sind es ja meine Mitarbeiter, die später mit dem oder der Neuen eng zusammenarbeiten werden.
  3. Persönlichkeitsanalyse: Für manche mag es esoterisch klingen, doch für mich hat es sich bewährt, alle potenziellen neuen Mitarbeiter eine Insights Analyse machen zu lassen. So lässt sich nochmal genau ausloten, wie der- oder diejenige tickt und ob der Bewerber gut ins Team passt.
  4. Wissenscheck: Fragen Sie sich manchmal, ob jemand nur einen Job will – oder einen Job konkret in Ihrem Unternehmen? Ich wünsche mir Leute, die wie ich für die Themen Vertrieb und Weiterbildung brennen. Daher habe ich mir angewöhnt, als Erstes immer zu fragen: „Was wissen Sie denn von mir und von der Company?“ Kommt dann als Antwort nur „Sie sind Verkaufstrainer“, dann weiß ich – der Bewerber hat sich nicht die Mühe gemacht, mal unsere Website anzuschauen. Schließlich stehen wir mit der Limbeck Group für Beratung und Consulting und haben einen ganzheitlichen Ansatz mit unserem Loop-Prozess.

Glauben Sie mir: Es lohnt sich. Natürlich können Sie Bewerbern auch nur vor den Kopf schauen – doch wenn Sie im Recruiting diese Punkte berücksichtigen, sind die Chancen schon mal deutlich größer, ein passendes neues Teammitglied zu finden.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Glück auf!

Ihr Martin Limbeck