Haben Sie auch das Gefühl, dass Humor im Business vielerorts zu kurz kommt? Oft macht es den Anschein, dass die Mitarbeiter ihre gute Laune an der Eingangstüre abgeben. Weil Kunden nur Geschäfte mit Menschen machen, die ernsthaft und seriös auftreten. So ein Blödsinn! Mit Humorexpertin Eva Ullmann habe ich darüber gesprochen, warum Humor und Seriosität sich keinesfalls ausschließen und wie Sie Humor proaktiv im Verkauf einsetzen. Mehr dazu erfahren Sie in der zugehörigen Podcast-Episode sowie in diesem Blogbeitrag.


Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von html5-player.libsyn.com zu laden.

Inhalt laden


Verkaufen. Der Podcast von Martin Limbeck

Vertriebsstoff zum Hören

Abonnieren Sie unseren Podcast und freuen Sie sich auf besten Vertriebsstoff zum Sonntagskaffee!

Bei Humor ist Fingerspitzengefühl gefragt

Die gute Nachricht vorweg: Humor hat jeder Mensch. Doch nicht jeder von uns benutzt ihn geschickt. Hinzu kommt, dass wir alle ein unterschiedliches Verständnis von Humor haben. Manche Menschen sind besonders empfänglich für Wortwitze, andere eher für Humor, der über die Situation entsteht. Wenn du als Verkäufer daher planst, deine Gespräche mit Witzen aufzulockern, solltest du zuerst herausfinden, wie dein Gegenüber tickt. Und mindestens genauso wichtig ist es, nicht über das Ziel hinauszuschießen. Es bringt Ihnen gar nichts, wenn sich der Kunde köstlich amüsiert – und dann nichts kauft.

Die Herausforderung besteht außerdem darin, situativ und spontan mit dem Thema Humor umzugehen. Eine Sache, die vielen Verkäufern Unbehagen bereitet. Denn die meisten von ihnen sind nur so lange schlagfertig, wie sie einen Schlachtplan im Hinterkopf haben – sprich ihre Eiwandbehandlung. So kannst du allerdings nicht mit Witzen umgehen. Klar kannst du ein paar Gags einstudieren, doch die haben irgendwann einen Bart. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass Ihr Kunde sofort merkt, ob Sie den Scherz routiniert abspulen – oder ob es sich um Situationskomik und einen echten, spontanen Witz handelt.

Alles eine Frage der Übung!

Humortechniken lassen sich leicht trainieren. Keine Sorge, Sie sollen jetzt nicht etwa ein Witzebuch auswendig lernen oder ähnliches. Versuchen Sie, in ganz alltäglichen Situationen für Auflockerung zu sorgen. Etwa, falls Sie zu spät zu einem Meeting kommen. Entschuldigen Sie sich nicht unterwürfig, sondern holen Sie die Sympathien mit einem Lacher auf Ihre Seite. Etwa so: „Wie schön, jetzt habe ich direkt Ihre volle Aufmerksamkeit!“ Oder: „Das Beste kommt zum Schluss.“

Denken Sie daran: Gemeinsames Lachen verbindet. Mit einem passenden Witz im richtigen Moment nehmen Sie einer Situation die Spannung und sorgen dafür, dass sich das Klima ins Positive verändert. Das funktioniert auch prima als Eisbrecher bei der Kaltakquise am Telefon: „Herr Kunde, mir ist da gerade etwas aufgefallen. Ich bin die Liste unserer treuesten Kunden durchgegangen – und Ihr Name fehlt. Wollen wir das heute ändern?“ Das ist frech, bringt Ihr Gegenüber jedoch bestimmt zum Schmunzeln. Und schon haben Sie einen Fuß in der Tür in Richtung Terminvereinbarung.

Treffen sich zwei Verkäufer …

Schauen Sie für sich mal genau hin: Wo sind Sie humorvoll, wo eher nicht – und wo kann Ihnen etwas Nachhilfe nicht schaden? Viele Menschen vermissen gerade jetzt Leichtigkeit und Spaß. Trauen Sie sich also, auch mal Ihre humorvolle Seite rauszulassen. Und zum Schluss verrate ich Ihnen natürlich noch einen meiner liebsten Verkäuferwitze:

Sagt der eine Verkäufer zu seinem Kollegen: „Ich hatte heute nur gute Gespräche!“ Darauf sein Kollege: „Mach dir nichts draus, ich habe auch nichts verkauft!“

Ich finde es extrem wichtig, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. 🙂

Viel Erfolg und Glück auf!

Ihr Martin Limbeck