„Mir zerrinnt die Zeit zwischen den Fingern! Gerade ist so viel zu tun und ich weiß gar nicht, wo mir der Kopf steht. Gefühlt trete ich nur auf der Stelle …“ Kommt Ihnen das bekannt vor? In der Mehrheit der Unternehmen wird jetzt nochmal Vollgas gegeben – Jahresendspurt! Doch wer einfach nur blindlings losrennt, läuft schlimmstenfalls in die falsche Richtung. Warum Erfolg auch eine Frage der Struktur ist und was Sie als Verkäufer, Führungskraft oder Unternehmer gezielt tun können, um Ihre Produktivität in die richtigen Bahnen zu lenken? Das erfahren Sie in diesem Beitrag.

Wer viel tut, ist nicht automatisch produktiv

„Viel hilft viel!“ Der Ansicht war ich früher auch. Keine Frage, wenn du dich von früh bis spät ans Telefon hängst, wirst du auch Aufträge machen. Vorausgesetzt, du stellst dich nicht ganz dumm an. Doch wenn du die 40-Stunden-Woche bereits Mittwochmittag voll hast, heißt das nicht automatisch, dass du auch produktiv warst. Viele Vertriebsmitarbeiter wie Unternehmer gehen ohne klare Struktur vor und entscheiden aus dem Bauch heraus, was sie wann tun. Die Folge ist häufig Stress, weil du dich auf diese Weise leicht verzettelst oder wichtige Aufgaben vor dir herschiebst.

Bestimmt kennen Sie die Geschichte vom Glaskrug, oder? Sie haben große Steine, ein Gefäß mit Kieseln und eines mit Sand vor sich. Wenn Sie den Sand in den Glaskrug hineinschütten, ist der Krug gut gefüllt – zumindest auf den ersten Blick. Doch dann werden Sie nicht mehr alle Kiesel, geschweige denn die großen Steine hineinbekommen. Anders sieht es aus, wenn Sie mit den großen Steinen beginnen. Denn dann passen die Kiesel immer noch in die Lücken – und zum Schluss ist auch noch Platz für den Sand, der dazwischen rieselt.

Fünf Tipps für mehr Produktivität dank Struktur

Fragen Sie sich daher: Was sind meine großen Steine? Womit sollte ich beginnen? Viele verlieren das aus dem Blick, weil sie so beschäftigt sind, den Krug mit Sand oder Kieseln zu füllen. Im Folgenden habe ich daher fünf Tipps für Sie zusammengestellt, die ich selbst erprobt habe und seit Jahren anwende.

  1. Kein Tag ohne Planung: Morgens einfach mal ins Büro und schauen, was der Tag bringt? Nicht mit mir! Ich schreibe mir jeden Abend konkret auf, was ich – neben festen Terminen – am nächsten Tag tun will. Beispielsweise einen bestimmten Kontakt zurückrufen, den ich nicht erreicht habe. Es kann auch sein, dass ich mir zwei Stunden blocke, um eine Idee weiterzuentwickeln oder eine Präsentation zu bauen. Entscheidend ist, dass du dir klare To-dos setzt.
  2. Zeit für Unvorhergesehenes: Zugegeben, es gibt Tage, an denen bin ich von morgens acht Uhr bis abends zehn Uhr durchgetaktet. Weil es einfach nicht anders geht. Doch so sollte nicht jeder Tag aussehen. Mein Tipp: Verplanen Sie nicht jede einzelne Minute, sondern lassen Sie sich noch einen Zeitpuffer. So haben Sie die Möglichkeit, auf Unvorhergesehenes zu reagieren – ohne, dass direkt Ihr kompletter Tagesplan zusammenbricht.
  3. Erreichbare Ziele: Es kommt nicht darauf an, wer die ambitioniertesten Ziele hat. Entscheidend ist, dass Sie Ihre Ziele auch erreichen. Außer Frust bringt es Ihnen gar nichts, wenn Sie sich Aufgaben vornehmen, von denen Sie schon vorher wissen, dass sie nicht an einem Tag zu erledigen sind. Beispiel Akquise: Ich rufe jeden Tag drei neue Kontakte und drei Bestandskunden an. Wenn ich Zeit für mehr habe, gerne. Doch diese sechs Calls sind für mich Pflicht – und die bekomme ich selbst am stressigsten Tag noch eingebaut.
  1. Fokus auf EPAs: „Ich mach das mal schnell, dauert ja nicht lange …“ Gehören Sie zu denjenigen, die immer wieder mit ihren eigentlichen To-dos in Verzug geraten? Fragen Sie sich daher, ob Sie wirklich derjenige sind, der eine bestimmte Sache erledigen muss. Wenn es keine einkommensproduzierende Aufgabe (EPA) ist – delegieren Sie sie, wann immer möglich. An einen Mitarbeiter, Kollegen, Werksstudenten. Damit Sie die nötigen Zeitressourcen haben, sich um die Dinge zu kümmern, die wirklich nur Sie erledigen können und die Sie Ihren Zielen näherbringen.
  1. Feste Rituale: Was Rituale mit Produktivität zu tun haben? Eine ganze Menge sogar! Studien belegen, dass eine klare Routine am Morgen dabei hilft, sich auf die Arbeit einzustimmen und dann wesentlich konzentrierter bei der Sache zu sein. Ich mache morgens Sport, meditiere und höre Audiobooks und Podcasts. Sie können auch die Zeitung lesen, im Auto zu Ihrem Lieblingssong laut mitsingen oder einen Kaffee mit Ihrem Partner trinken, bevor Sie loslegen. Finden Sie für sich ein Ritual, dass Ihnen dabei hilft, in Ihre Kraft zu kommen und wach und fokussiert in den Arbeitstag zu starten.

Wie geben Sie Ihrem Tag Struktur?

Zur Planung Ihres Tages möchte ich Ihnen das von mir entwickelte Limbeck. High Performance Prinzip. ans Herz legen. Ich arbeite seit mehreren Jahren mit dem Planer und liebe es, abends meine To-dos einzutragen und dem nächsten Tag damit Struktur zu geben:

https://limbeckgroup.com/limbeck-high-performance-prinzip/

Last but not least noch ein Hinweis für alle Kurzentschlossenen, die gerne mit mir gemeinsam ihre Weichen in Sachen Produktivität stellen wollen: Am kommenden Samstag, den 19.11., gebe ich zum letzten Mal mein großes Ziele-Seminar Think BIG or go HOME und teile die besten High-Performer-Strategien mit den Teilnehmern.

Sichern Sie sich noch schnell Ihr Ticket: https://www.think-big-or-go-home.com/

Viel Erfolg und Glück auf!

Ihr Martin Limbeck