Viele Unternehmen nutzen bereits E-Learning-Produkte, doch durch die Corona-Krise hat das Thema nochmal einen ordentlichen Sprung nach oben auf der Dringlichkeitsagenda gemacht. Betriebliche Aus- und Weiterbildung muss weiterlaufen, auch wenn Mitarbeiter im Homeoffice sind oder mobil arbeiten. Warum E-Learning nicht gleich E-Learning ist und woran Sie einen guten Anbieter erkennen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Wissensimplementierung gelingt nicht über Nacht

In der Vergangenheit haben viele Personalentwickler und Führungskräfte das Thema E-Learning noch auf die lange Bank geschoben. Es wurde zwar überlegt und geplant, doch echter Elan sah oft anders aus. Hier hat sich der Lockdown als Digitalisierungsturbo erwiesen: Auf einmal sind Unternehmen deutlich entscheidungsfreudiger und wollen am liebsten sofort loslegen. Das ist per se schon mal besser als die zögernde Haltung von früher, birgt jedoch auch Risiken. Hektischer Fortbildungsaktionismus ist kein Allheilmittel. Wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist und die Ergebnisse des Vertriebs zu wünschen übriglassen, kann das kein E-Learning der Welt innerhalb von wenigen Tagen korrigieren. Denn die Mitarbeiter brauchen ja auch erst mal die Möglichkeit, sich mit den Inhalten zu beschäftigen. Oder das erworbene Wissen und Know-how an ihrem Arbeitsplatz konkret ein- und umzusetzen. Und das braucht seine Zeit.

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Wahl des richtigen E-Learning Anbieters – darauf sollten Sie achten

Viele Unternehmen versuchen jetzt so schnell wie möglich, E-Learning an den Start zu bringen. Oftmals, ohne sich vorher damit auseinanderzusetzen. Akzeptieren die Mitarbeiter das gewählte Produkt? Passt es überhaupt zum Arbeitsalltag? Das sind die wichtigsten Aspekte bei der Wahl des Anbieters:

  1. Nutzerfreundlichkeit: Wer nutzt die Plattform in Ihrem Unternehmen? Klingt erst mal doof, ist jedoch eine essenzielle Frage. Richten sich die Inhalte primär an Innendienstmitarbeiter oder eher an die Verkäufer, die draußen unterwegs sind? Sprechen alle die gleiche Sprache? Wie sieht es mit digitalen Vorkenntnissen aus? Je nachdem, wie die Antworten ausfallen, brauchen Sie ggf. eine mehrsprachige Variante. Außerdem sollte sie auch mobil nutzbar und sehr intuitiv in der Bedienung sein.
  2. Struktur der Lerninhalte: Haben die Mitarbeiter direkt Zugriff auf alle Inhalte und können sich die besten Bissen raussuchen? Aus unserer Erfahrung ist die Wirksamkeit von E-Learning deutlich höher, wenn die einzelnen Lektionen aufeinander aufbauen. Die nächste Stufe sollte erst nach einem Wissenstest freigeschaltet werden.
  3. Flexibilität: Sind die Lerninhalte in Stein gemeißelt oder haben Sie die Möglichkeit, Änderungen vorzunehmen oder selbst Ergänzungen einzubringen? Unternehmen verändern sich, ebenso wie die Herausforderungen am Markt. Daher sollte Ihre E-Learning Plattform in der Lage sein, das abzubilden.
  4. Technische Must-Haves: Wo werden die Inhalte Ihres E-Learning gehostet? Mit Blick auf die DSGVO ist es ratsam, einen Anbieter mit Servern in Europa zu wählen. Damit sich die Investition in eine Plattform auch auf lange Sicht lohnt, sollte das zugrundeliegende System außerdem kein überfrachteter Technikdinosaurier sein. Luft für technische Neuerungen ist ein Muss!
  5. Bedienbarkeit / Interaktion: Nicht jeder Mitarbeiter ist ein Digital Native und fühlt sich mit E-Learning sofort wohl. Hier ist es wichtig, dass es für die Lernenden einen Ansprechpartner gibt. Der muss schnell reagieren und bei technischen sowie inhaltlichen Fragen weiterhelfen. Damit sich die Teilnehmer nicht isoliert fühlen, ist eine E-Learning Plattform ideal, die einen Austausch ermöglicht. Etwa über eine Chat-Funktion. Oder wöchentliche Video-Sessions für die Teilnehmer, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Nachhaltige Weiterbildung dank E-Learning

Die Vorteile von E-Learning liegen auf der Hand. Teilnehmer können orts- und zeitungebunden lernen und die Wissensnuggets bestmöglich in ihren Tagesablauf einbauen. Zahlreiche Studien belegen zudem, dass Lernende neu erworbenes Wissen und Know-how besser behalten, wenn sie es über einen längeren Zeitraum erwerben und in kleineren Portionen lernen. Gerade in Kombination mit Homeoffice ist das die perfekte Möglichkeit für Unternehmen, ihre Mitarbeiter auch in der aktuellen Situation weiterzubilden. Das bedeutet jedoch nicht, dass Präsenzeinheiten der Vergangenheit angehören. Ich halte sie nach wie vor für sinnvoll – vor allem in Kombination mit E-Learning. Dieser Mix, genannt Blended Learning, macht es möglich, Wissensinhalte über eine Plattform zu vermitteln. Die ergänzenden Live-Seminare helfen dabei, den Transfer in die Praxis zu meistern.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung und Glück auf!

Ihr Martin Limbeck