Heute im Podcast: Fragen, die mich zu Corona erreicht haben – und welche Chancen sich daraus für die Zukunft des Vertriebs ergeben.

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Verkaufen. Der Podcast von Martin Limbeck

Vertriebsstoff zum Hören

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Wie gehe ich mit Kunden um, die von der Coronakrise persönlich betroffen waren? Soll ich darauf eingehen oder es lieber nicht ansprechen? Die erste Chance

Ich denke, das ergibt sich einfach. In den letzten Monaten bin ich gar nicht drum herum gekommen, über das Thema zu sprechen, immer kam die Frage: „Wie geht es Ihnen denn damit, wie stark sind Sie betroffen?“ Corona liefert Chancen, auch wenn das Thema nervt. Wer seinem Kunden jetzt ehrliches Interesse und aufrichtige Anteilnahme entgegenbringt, kann extrem punkten. Haben Sie keine Angst davor, Kunden danach zu fragen. Selbst wenn dann die Antwort kommt, dass es gerade nicht so gut läuft – so hart es klingt, es gibt eben immer Gewinner und Verlierer. Das war schon seit Anbeginn der Geschichte so und wird sich auch nicht ändern. Wer gerade jetzt in der Coronazeit für seine Kunden da war und ihnen mal ein Ohr geliehen hat, statt direkt in jedem Call auf nüchterne Vertriebsthemen zu kommen – der wird in Zukunft punkten, wenn’s beim Kunden wieder losgeht.

Welche professionellen Alternativen gibt es zu Ellenbogen- oder Fußschlag zur Begrüßung?

Ich muss ehrlich sagen: Im Team haben wir uns auf den Ellenbogen geeinigt. Und ich finde auch, beim Kunden ist ein freundliches Lächeln und der Ellenbogenschlag gar nicht so verkehrt. Wieso? Denken Sie mal nach, an was diese Bewegung erinnert… An eine Art Schulterschluss! Das schafft automatisch Nähe, macht sympathisch und hält trotzdem noch alle Hygiene- und Sicherheitsregeln ein. Wieder eine Chance, die sich aus Corona ergibt.

Wie gehe ich damit um, wenn Kunden im Small Talk plötzlich politische Themen ansprechen?

Vor allem jetzt beim Thema Corona heizen die Gemüter doch ziemlich auf.
Das hab ich tatsächlich selbst erlebt, da hab ich sehr viel Negatives gesehen. Wer sich meine Livestreams auf Instagram oder Facebook angeschaut hat, hat vielleicht gemerkt: Aus dem Corona-Bewerten hab ich mich völlig rausgehalten. Die Meinungen spalten sich extrem. Es ist eigentlich recht simpel: Bei Politik im Small Talk können Sie nur verlieren. Natürlich können Sie sich äußern und sagen: „Wissen Sie, Herr Kunde, AfD würd‘ ich nie wählen, ich find’s eher erschreckend, dass die überhaupt jemand wählt.“ Doch was bringt das am Ende? Also halt ich mich da komplett raus – auch, wenn ich auf Facebook oder so mal explizit dazu aufgefordert werde, mich politisch zu äußern. Wenn es im Gespräch doch dazu kommt, quittieren Sie es am besten einfach kurz und steigen Sie im Notfall mit einem eleganten „Da hab ich mir noch nicht so richtig eine Meinung gebildet“ aus. Das Streitgespräch können Sie zwar vielleicht gewinnen – doch der Auftrag ist dann weg. Ein gutes Motto, das ich für solche Situationen übernommen habe: „Es ist, wie es ist. Was will ich als Nächstes?“ Ich mache weiter und suche nach neuen Chancen. Und das gilt auch – oder besonders – für Corona.

Mit diesen Worten verabschiede ich mich für diese Folge. Umsetzungsaufgabe, um die Chancen aus Corona besser zu sehen: Schreiben Sie sich alle positiven Dinge auf, die Ihnen diese Woche passiert sind!

Glück auf
Ihr Martin Limbeck