„Egotrip ins All“ titelte die Presse unter anderem, nachdem Richard Branson am 11. Juli der Flug ins Weltall mit seinem Raumflugzeug „VSS Unity“ gelungen war. Was das über die Akzeptanz von Unternehmertum in Deutschland ausdrückt und welche Eigenschaften ein erfolgreicher Entrepreneur mitbringen sollte? Das lesen Sie in diesem Beitrag.

Unternehmertum: Wenn Visionen Wirklichkeit werden

Richard Branson hat es also geschafft. Er hat den Wettstreit mit Jeff Bezos für sich entschieden, indem er neun Tage vor dem geplanten Start des Amazon-Gründers den Weltraum erreichte. Sein erklärtes Ziel: Ab 2022 möchte Branson Weltraumtourismus ermöglichen. Zugegeben, bis dahin wird noch einiges zu tun sein. Auf seinem aktuellen, rund 90-minütigen Flug befand sich die VSS Unity auf einer Höhe von ca. 86 Kilometern und ermöglichte den Insassen drei Minuten in der Schwerelosigkeit, bevor der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre erfolgte. Nichtsdestotrotz eine großartige Leistung – und die Verwirklichung eines Lebenstraums.

Ich finde es sehr schade, dass die meisten Kommentare zu Bransons Weltraumeroberung eher negativ sind. Anstatt ihm zu seinem Erfolg zu gratulieren, häufen sich Stimmen wie „Manche wissen nicht wohin mit ihrer Kohle“, „armselig“ oder „Der Weltraum hätte ihn behalten sollen“. Ob das Vorhaben mit Blick auf Klimawandel und Umweltschutz toll ist, möchte ich unkommentiert lassen. Doch hier geht es auch um die Errungenschaft eines Unternehmers, der seine Vision hat Wirklichkeit werden lassen. Und davor habe ich Hochachtung.

Erfolgreiches Unternehmertum beginnt mit dem Glauben an Großes

Von Richard Branson kann jeder halten, was er mag. Was mich jedoch beeindruckt hat, waren seine Worte im Moment des Triumphes: „Ich war einmal ein Kind mit einem Traum, das zu den Sternen aufschaute. Jetzt bin ich ein erwachsener Mann in einem Raumschiff und schaue hinunter auf unsere wunderschöne Erde. An die nächste Generation von Träumern: Wenn wir das tun können – stellt euch mal vor, wozu ihr fähig sein werdet.“

Genau dieses Mindset ist es, das heute so vielen jungen Menschen fehlt. Sie haben zwar Träume – sind jedoch nicht bereit, sich dafür anzustrengen. Aus eigener Erfahrung weiß ich: Erfolg kommt nicht über Nacht. Und er fällt dir auch nicht in den Schoss. Sondern ist das Resultat von Disziplin, Fleiß, Ehrgeiz und einem klaren Antrieb. Eine weitere Eigenschaft, auf die es ankommt: Unternehmer müssen auch bereit sein, Risiken einzugehen. Mir ist es lieber, hinterher zu wissen, wie etwas nicht geht – anstatt es gar nicht erst versucht zu haben.

Auf diese Weise ist Richard Branson auch zu demjenigen geworden, der er heute ist. 1969 gründete er „Virgin“ – damals einen Versandhandel für Schallplatten, unwissend, dass daraus ein weltweit bekannter Markenname werden sollte. Es folgten ein Musikladen in London sowie eigene Studios. Der Durchbruch gelang ihm 1972, indem Branson unternehmerisches Geschick bewies und den damals noch unbekannten Mike Oldfield unter Vertrag nahm. „Tubular Bells“ machte Oldfield zum Weltstar und Branson zum Millionär.

Welche weiteren Eigenschaften außer Mut den Grundstein für erfolgreiches Unternehmertum legen? Aus meiner Sicht kommt es vor allem auf die folgenden fünf Dinge an:

Fünf Eigenschaften erfolgreicher Unternehmer

  1. Entscheidungen treffen: Abwarten und Tee trinken? Erfolgreiche Unternehmer krempeln die Ärmel hoch und unternehmen etwas! Fällen Entscheidungen, wo es nötig ist. In der Regel basierend auf früheren Erfahrungen – manchmal muss es jedoch auch im Blindflug sein, siehe Corona.
  2. Lernbereit sein: Als Unternehmer kennst du deine Fähigkeiten – und weißt auch, was du nicht so gut kannst. Was du nicht kannst, delegierst du. Gleichzeitig bist du jedoch jederzeit offen und bereit, Neues anzunehmen und auszuprobieren, um dich und dein Unternehmen weiterzuentwickeln.
  3. Starkes Netzwerk: Ohne Verbündete geht es nicht! Hinter jedem erfolgreichen Unternehmer steht ein stabiles Netzwerk, auf dessen Know-how er oder sie zurückgreifen kann. Für Austausch, neue Impulse – so wie in meiner Gipfelstürmer Mastermind. Mehr dazu auf https://gipfelstuermer.limbeckgroup.com
  4. Verantwortungsbewusst: Unternehmertum bedeutet Verantwortung. Für die Mitarbeiter, das Produkt oder die Dienstleistung, für Lieferanten. Und auch für das direkte Umfeld, in dem Sie agieren.
  5. Glaube an die eigenen Ideen: Geht nicht? Gibt’s nicht! Unternehmer zu sein bedeutet, neue Wege zu finden, neue Möglichkeiten zu entdecken und auch auf Unterstützung von außen zurückzugreifen, wenn sich so der Traum in die Realität umsetzen lässt.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg und Glück auf bei der Erreichung Ihrer unternehmerischen Ziele. Was sind Ihre „Sterne“, die Sie erreichen wollen?

Ihr Martin Limbeck