Das Privatleben hat nichts im Beruf zu suchen? Eine Ansicht, die nach wie vor viele Vertriebsmitarbeiter und Führungskräfte vertreten. Was wir dabei jedoch übersehen, ist die Wechselwirkung zwischen Beruf und Privatleben. Mit meinem Podcast-Gast Claudia Enkelmann habe ich unter anderem darüber gesprochen, was wir uns in Sachen Beziehungsmanagement vom Vertrieb abschauen sollten. Mehr dazu lesen Sie in diesem Beitrag.

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Verkaufen. Der Podcast von Martin Limbeck

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Beziehung als Schlüsselfaktor für unseren Erfolg

Mal Hand aufs Herz: Wie sind Sie zu Hause aufgestellt? Damit meine ich jetzt nicht Ihre Wohnsituation, ob Sie ein teures Auto vor der Tür stehen haben und im Garten einen Pool. Ich meine damit Ihre Beziehung. Im Laufe der Jahre ist mir aufgefallen, dass die Beziehung ein echtes Tabuthema für viele Menschen im Business ist. Sie reden mit Kollegen oder Vorgesetzten lieber über ihre Altersvorsorge als darüber, wie es zu Hause aussieht. Klar ist das auch immer eine Frage der Persönlichkeit. Doch mir ist es als Führungskraft wichtig, zu wissen, ob es meinen Mitarbeitern gut geht. Denn unser Privatleben hat immer auch einen Einfluss darauf, wie wir im Job drauf sind und performen. Mir kann keiner erzählen, dass er zu hundert Prozent leistungsfähig ist, wenn gerade die Scheidungspapiere auf dem Küchentisch liegen, um es mal überspitzt zu sagen.

Für mich ist klar: Wer zu Hause eine Herausforderung hat, wird auch irgendwann im Job eine Herausforderung haben. Oder auch andersherum. Denn wenn es im Job nicht rund läuft, wird sich dein Partner irgendwann beschweren, warum du immer mit einem langen Gesicht nach Hause kommst. Und schlimmstenfalls deine schlechte Laune an ihm oder ihr auslässt. Wer dann nicht handelt, hat unter Umständen bald noch eine weitere Baustelle zu klären. Lassen Sie es bitte nicht so weit kommen! Eine Aufgabe, die Ihnen dabei hilft, ist die sogenannte Bettkantenübung. Sehr einfach – und gleichzeitig sehr wirksam. Vorausgesetzt, Sie schummeln nicht und betreiben sie wirklich ernsthaft. Sobald morgens der Wecker klingelt, schalten Sie ihn aus und setzen sich auf die Bettkante. Dann fragen Sie sich: „Wenn meine Beziehung so weiterläuft wie in den letzten drei Monaten – möchte ich das?“ Und das gleiche fragen Sie sich auch für Ihren Job. „Möchte ich meinen Job weitermachen, wenn alles so weiterläuft wie bisher?“ Wenn eine Antwort negativ ausfällt, ist es höchste Zeit, ins Handeln zu kommen!

Beziehungsmanagement erfordert kontinuierliche Arbeit

Ich würde mich jetzt auch nicht als absoluten Beziehungsexperten bezeichnen. Wenn ich im Laufe meines Lebens eins gelernt habe, dann das: Beziehungen sind eine der herausforderndsten Managementaufgaben überhaupt. Doch es lohnt sich, sich dafür anzustrengen. Denn eine funktionierende Partnerschaft ist auch immer ein Ort der Freude. Wenn Sie einen großen Erfolg erzielt haben, was machen Sie dann als erstes? Ich erzähle es meiner Frau. Denn Erfolg und Glück sind umso schöner, wenn du sie mit jemandem teilen kannst. Ich war sicherlich nicht immer der Held in Sachen Beziehungsmanagement. Was mir jedoch irgendwann aufgegangen ist: Im Vertrieb lernst du enorm viel über Beziehungen. Im Grunde genommen ist dein Partner dein wichtigster Kunde! Es ist für uns selbstverständlich, dass wir uns bei unseren Kunden regelmäßig melden. Auch ohne eine konkrete Verkaufsabsicht. Dass wir ihnen kleine Aufmerksamkeiten zukommen lassen. Informationen, die für sie nützlich sein könnten. Und dass wir für sie da sind und ein offenes Ohr für ihre Bedürfnisse haben. Kundenmanagement ist Beziehungsmanagement – und ebenso wie an unseren Kundenbeziehungen müssen wir auch an unserer Partnerschaft kontinuierlich arbeiten, damit sie funktioniert.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung und Glück auf!

Ihr Martin Limbeck