Das Thema der Arbeitsmodelle und die damit einhergehende Problematik der Transformation von vorhandener Arbeitszeit in effektive Ergebnisse ist allgegenwärtig.

Oder besser ausgedrückt: Die Anwesenheit eines Mitarbeiters am Arbeitsplatz bedeutet noch lange nicht die Erbringung von Leistung.

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Unsere heutige Arbeitswirklichkeit ist geprägt von unzähligen Tätigkeiten, die es dem Mitarbeiter – gerade im Verkauf – erlauben, sich zu verzetteln und abzulenken. Die Gründe dafür sind bekannt. Sie ergeben sich aus dem aktuellen Umwälzprozess der Wirtschaft im Zuge der Digitalisierung mit den dazugehörigen Kommunikationsformen.

Zum Thema Produktivität und Zeitmanagement gibt es eine Unzahl an Beiträgen in Form von Büchern, Google-Treffern und Seminaren. Es gibt also keine Universallösung, die auf Jeden und jede Situation passt. Wir befinden uns im Hamsterrad und suchen nach einem Ausweg, ohne uns dabei ändern zu müssen.

Gründe, die unsere Produktivität behindern und die in Arbeitsmodellen beachtet werden müssen

  • Nicht jeder ist zu jeder Tageszeit produktiv. Aus der Schlafforschung ist das „Lerchen und Eulen“-Modell bekannt. Das heißt, Menschen sind zu unterschiedlichen Tageszeiten fähig, Höchstleistung zu erbringen. Doch unsere aktuellen Arbeitsmodelle nehmen auf diesen Aspekt keine Rücksicht.
  • Häufig werden Mitarbeiter aus dem Arbeitsrhythmus gerissen, wenn sie wirklich produktiv sind. Beispielsweise durch einen Kollegen, der nur mal kurz eine Frage stellen will, ein Telefonat usw. Wann immer Mitarbeiter im Flow sind, werden sie unterbrochen und abgelenkt durch andere Themen.
  • Zuviel Arbeit auf dem Tisch, wodurch schnell Formen von Stress entstehen und Überforderung eintritt. Dadurch tritt ein Gefühl ein, dass die Arbeit Überhand nimmt. Die Motivation sinkt. Dies gilt besonders, wenn die zeitliche Überforderung permanent vorliegt.
  • Auch Unterforderung ist ein Produktivitätskiller. Dieser Zustand ist beschrieben mit dem Parkinson-Gesetz, das besagt, dass Arbeit sich ausdehnt, je mehr Zeit zur Verfügung steht. Das richtige Zeitmaß für die Erledigung von Arbeit zu finden, ist eine wesentlicher Aspekt für Produktivität.

Die Liste ließe sich um ein Vielfaches ergänzen. Die Art und Weise, wie wir heute und in Zukunft arbeiten werden, fällt unter das Schlagwort „New Work“. Neu ist dieser Begriff nicht und er wird aktuell aus den unterschiedlichsten Blinkwinkeln neu diskutiert. Seinen Ursprung hat der Begriff „New Work“ in den 80er-Jahren gefunden und folgende Forderungen werden immer damit in Verbindung gebracht:

  • Sinnvolle Arbeit
  • Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung
  • Flexibler Arbeitsort
  • Flexible Arbeitszeiten
  • Neue Entlohnungssysteme

Keiner hat eine echte Lösung, die zu jedem Unternehmen passt, doch wir reden gerne darüber.

Fazit: Welche Arbeitsmodelle Sie wählen, hängt von Ihnen ab

Wie Sie die Arbeitsmodelle in der Zukunft gestalten sollen, kann niemand beantworten. Grundsätzlich bin ich davon überzeugt, dass Produktivität planbar ist. Diese Planbarkeit fängt bei jedem Einzelnen an und kann nicht vom Unternehmen erzwungen werden.

Unternehmen haben lediglich die Möglichkeit, Mitarbeitern Freiräume zu schaffen, um sich zu entwickeln. Im Fokus muss dabei immer der Kunde stehen, denn schlussendlich zahlt der Kunde unsere Gehälter.

Bei aller Neugier für Neues, bin ich mehr denn je davon überzeugt, dass alte Tugenden der Arbeit, wie Disziplin und Fokussierung, heute moderner sind denn je.